Ausbildung zum Pilot auf Schwerkraft gesteuerte Ultraleicht-Trike

Ausbildung von Fußgängern (ohne fliegerische Vorbildung)

Theorie (vgl. § 42 LuftPersV):

Die Voraussetzung zum Erwerb der Lizenz ist die vollständige 60-stündige Theorieausbildung mit abschließender Prüfung durch den Prüfungsrat in Modul I und II:

 

Modul I (Allgemeine Fächer): Luftrecht, Flugfunk, Navigation, Meteorologie

Modul II (Spezielle Fächer): Technik (und pyrotechnische Einweisung), Verhalten in besonderen Fällen (inkl. Menschliches Leistungsvermögen)

Praxis (vgl. § 42 LuftPersV):

 

Die praktische Ausbildung umfasst 25 h Flugzeit auf Trike, davon mind. 5 h Alleinflugzeit und mind. 10 h mit Fluglehrer.

  • Starts und Landungen auf verschiedenen Flugplätzen
  • Außenlandeübungen mit Fluglehrer
  • Mind. zwei Überlandflüge (> 100 km mit Zwischenlandung)
  • Mind. drei Überlandflüge im Alleinflug über je mind. 50 km Strecke mit Zwischenlandung
  • Theoretische und praktische Einweisung in besondere Flugzustände und in das Verhalten bei Notfällen.
  • Die praktische Prüfung wird vom Prüfungsrat abgenommen.
  • Für Lizenzerteilung sind einzureichen:
  • Antrag zur Ausstellung des Luftfahrerscheins
  • Ausbildungsmeldung (spätestens 8 Tage nach Ausbildungsbeginn)
  • Gültiges fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis LAPL
  • Kopie des Personalausweises oder Passes
  • Ausbildungsnachweisheft (bzw. die vom Ausbildungsleiter beglaubigte Kopien der Seiten 3 bis 9 daraus)
  • Bestätigung über die bestandene praktische Prüfung (Praxisprüfprotokoll)
  • Bestätigung der pyrotechnischen Einweisung
  • Ggf. Nachweis über vorhandenes Sprechfunkzeugnis

Passagierberechtigung

Zur Mitnahme von Passagieren ist eine weitere Berechtigung notwendig, nämlich die Passagierberechtigung.

Eine Passagierberechtigung kann erst nach Erhalt der Lizenz erworben werden, und folgende Flüge müssen mit Fluglehrer absolviert werden.

  • fünf Überlandflüge, davon mindestens zwei Überlandflüge mit Zwischenlandung über eine Gesamtstrecke von mindestens 200 Kilometer in Begleitung eines Fluglehrers nachweisen.
  • Als Prüfungsflug kann der zweite Überlandflug über 200km mit Zwischenlandung und Fluglehrer gewertet werden.
  • Nach LuftPersV § 122 ist zu beachten das: Privatluftfahrzeugführer, Segelflugzeugführer, Luftschiffführer oder Luftsportgeräteführer dürfen ein Luftfahrzeug, in dem sich Fluggäste befinden, als verantwortlicher Luftfahrzeugführer nur führen, wenn innerhalb der vorhergehenden 90 Tage mindestens drei Starts, drei Landungen mit einem Luftfahrzeug derselben Klasse, desselben oder ähnlichen Musters, der Art des Luftsportgerätes ausgeführt wurden.