Volocopter in Dubai

Dubai, 19. Juni 2017.

Eine Vision wird Realität: Die staatliche Verkehrsbehörde „Roads and Transport Authority“ (RTA) von Dubai hat eine Vereinbarung mit der deutschen Firma Volocopter über den regulären Testbetrieb autonomer Lufttaxis in dem Emirat geschlossen.

 

„Auftakt ist bereits im vierten Quartal 2017 und das Projekt ist auf rund fünf Jahre angesetzt“, freut sich Alexander Zosel, Mitgründer der Firma Volocopter. Denn bereits bis zum Jahr 2030 will Dubai 25 % seiner Reisen im Personenverkehr mit Hilfe autonomer Verkehrsmittel abwickeln. Für den weltweit ersten regulären Testbetrieb autonomer Lufttaxis holt sich das Emirat nun die Unterstützung der Experten der Firma Volocopter an Bord. „Wir sind sehr dankbar und natürlich auch stolz, dass uns die ‚RTA‘ nach rigorosen Tests als Partner ausgewählt hat“, so Zosel. Ausschlaggebend für die Wahl von Volocopter waren insbesondere die strengen deutschen und internationalen Sicherheitsstandards.

 

Volocopter hat sich zum Ziel gesetzt, Fliegen für jedermann zu ermöglichen und Mobilität im urbanen Raum neu zu erfinden. Die Bruchsaler Firma (aus der Technologieregion Karlsruhe) hat bereits 2011 mit dem bemannten Erstflug eines elektrischen Multicopters Luftfahrtgeschichte geschrieben. Mit dem jüngst vorgestellten Modell Volocopter 2X ist das Unternehmen weltweit führend, wenn es um Sicherheit und autonomes Fliegen geht.

 

18 Rotoren, vollständig redundante Antriebsstränge und eine intelligente autonome Steuerung bieten ein Höchstmaß an Ausfallsicherheit „Made in Germany“. Nun wird die Technologie in Dubai auch unter härtesten klimatischen Bedingungen weiter erprobt. „Wir sehen Dubai als Vorreiter für einen riesigen entstehenden Markt“, so Zosel, der davon überzeugt ist, dass viele weitere Metropolen folgen werden.

 

Das Unternehmen Volocopter sieht sich dabei in seiner Vision urbaner Taxis bestätigt. Seit Jahren entwickelt die Firma nicht nur die Technologie des leisen, sicheren und emissionsfreien Fliegens beständig weiter, sondern ist vor allem auch Pionier, wenn es um die enge Zusammenarbeit mit Luftfahrtbehörden sowie die Definition von Standards für Infrastruktur und sicheren Betrieb geht. „Wir haben jetzt die fantastische Gelegenheit, zusammen mit der ‚RTA‘ das gesamte zukünftige Ökosystem für sichere autonome Fluggeräte am Beispiel von Dubai zu entwickeln und zu erproben“, freut sich Zosel. 


Frischluftkur für den Volocopter VC 200

Zum Zweck der Erprobung im Rahmen des Erprobungsprogrammes "Multicopter" erhält e-volo für den Volocopter VC200 die vorläufige Verkehrszulassung (Kennzeichen D-MYVC) als Ultraleicht-Luftfahrtgerät (UL). Die VVZ berechtigt e-volo mit dem VC200 am Luftverkehr in Deutschland mit bemannten Flügen teilzunehmen.

 

In Vorbereitung auf die Erteilung einer Zulassung für bemannte Flüge hat das e-volo Team zuvor monatelang Erfahrungen bei unbemannten Testflügen gesammelt. Mithilfe einer professionellen Fernsteuerung wurden einerseits Belastungstests des Gesamtsystems, einzelner Baugruppen und einzelner Komponenten durchgeführt, andererseits wurden auch diverse Ausfallszenarien "erflogen". Dabei wurden u.a. Antriebsmotoren, Akkus sowie Flugsteuerungen im Flug ausgeschaltet. Auch wurden bei Testflügen Fehlinformationen von "defekten" Sensoren ins Steuer-System eingespeist. Des Weiteren wurden unbemannte Flüge in turbulenten Wetterbedingungen durchgeführt.
Das e-volo Team sowie der Verantwortliche des DULV für das Erprobungsprogramm waren extrem beeindruckt, wie mühelos der VC200 bei diesen Tests im Hovern verschiedene Antriebs-Ausfälle sowie Turbulenzen ohne Piloteneingabe automatisch ausgeglichen hat.


Frischluftkur für den Volocopter VC200, nun hat er den ersten Flug im Freien durchgeführt, zwar noch ohne Passagiere aber ohne Beanstandungen.
Der Volocopter flog jetzt mittels Fernsteuerung, und wie es zu hören war, ist er kinderleicht zu Fliegen dank diversen Automatikfunktionen. Er ist im Vergleich zu einem konventionellen Hubschrauber, um einiges leichter zu bedienen.

Wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen, werden nun bemannte Flüge mit dem Zweisitzer durchgeführt, und der VC200 soll als UL zugelassen werden.